15.11.11 | Workshop mit Ralf Schmitt
Eventmoderation – geplant und spontan
Ralf Schmitt. Fotograf: Manuel Erler
Etwa 50 Studenten strömen in die Qualle in Haus 5. Das sind 35 mehr als geplant. Schnell wird dem Referenten Ralf Schmitt klar, dass die als Workshop veranschlagte Veranstaltung ganz anders verlaufen wird. Kein Problem für den Moderator und Buchautor von “Ich bin total spontan, wenn man mir rechtzeitig Bescheid gibt”. Sofort werden zehn Freiwillige auf die Bühne zitiert und müssen sich in einem Spiel beweisen. “Das könnt ihr auch betrunken auf einer Party spielen”, meint Schmitt. Das Spiel zeigt die wichtigsten Aufgaben eines Moderators auf: Er oder sie muss Entscheidungen treffen und den Überblick behalten. Gar nicht so leicht für die Teilnehmer.

In den dreieinhalb Stunden gibt Schmitt Tipps und verrät Tricks für gute Eventmoderatoren. “Sei authentisch!”, “Sei kommunikativ!”; “ Sei einfach!”, “Sei frohlockend, mitreißend, fragend und vertrauend!” Die Anweisungen werden gleich umgesetzt. Wieder können sich Teilnehmer beweisen und bekommen sofort Tipps zu ihrem Auftritt. “Geh auf die Bühne und denke: Wow, Sexy!” Allein mit dieser Anweisung sollen die Nachwuchs-Moderatoren in der Lage sein, auf der Bühne eine gute Figur zu machen.

Learning by Doing

Ralf Schmitt hat im Jahr über 180 Auftritte als Moderator und Moderationstrainer. Eine Ausbildung dafür gibt es nicht. Nach und nach lernte er die Kniffe und kann mittlerweile auf zehn Jahre Berufserfahrung zurückgreifen. In der Zeit hat er gelernt, auf viele Kleinigkeiten zu achten: Dazu zählen beispielsweise die passende Anzugfarbe oder die Kommunikation mit dem Publikum. So sind Frauen im Publikum die besseren Interviewpartner. Die Probe aufs Exempel beweist es.

Allerdings gehört nicht nur die reine Moderation zu den Aufgaben eines Moderators. Recherche zu den Kunden und Absprache der Technik gehören ebenso zu dem Job wie die Tatsache, dass Schmitt vor einer Veranstaltung weder  Kaffee noch Alkohol zu sich nimmt. Ein guter Moderator pflegt außerdem auch im Nachhinein den Kontakt zu den Kunden und fordert immer Kritik ein. Gesagt getan: Die letzten fünf Minuten sitzt Ralf Schmitt auf der Bühne, still und hört sich die Kritik an. Durchweg positiv. Die Teilnehmer sind begeistert ob der individuellen Gestaltung des Workshops.
Datum: 15.11.11 21:50 Uhr | Autor: Frank Langer | Themen: Medienforum Mittweida 2011
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